Mittwoch, 30. Mai 2012

From Yosemite to Monterey

Zu allererst möchte ich mich für all eure lieben Kommentare bedanken. Wir checken immer wieder den Blog um zu sehen, ob wir schon wieder neue Nachrichten erhalten haben und freuen uns sehr wenn dem so ist.

Heute war streckenmäßig der größte Brocken zu meistern. Von Mammoth Lakes, über Yosemite Nationalpark bis an die Westküste nach Monterey. Das entspricht gut 300 mi = 500 km. Philip ist also heute die Strecke von Wien nach Innsbruck gefahren.

Um 07:00 h war Aufbruch von Mammoth Lakes Richtung Lee Vining, der letzten Ortschaft vor dem Tioga Pass durch den Yosemite. Im Lee Vining Visitor Center haben wir Karten und Empfehlungen zu den Aussichtspunkten bekommen. Wie immer sehr gut organisiert und freundlich. Der auf 9.945 ft (3.000 m) gelegene Tioga Pass ist schon eine Attraktion für sich. Der Scenic Highway (landschaftlich wertvolle Straße) geht diverse Seen entlang und führt zu sehr schönen Aussichtspunkten. Neben der Straße sind kleine Ausbuchtungen, gerade 2 Autolängen, um spontan stehenbleiben und fotografieren zu können. So sind so einige wunderschöne Fotos entstanden. Im Blog sind natürlich nur einige wenige herausgenommen.

Ein kleiner Tipp zu den Fotos: wenn man auf ein Foto klickt, öffnet sich eine Art Diaschau aller Fotos dieses Posts in Bildschirmgröße. So kann man sich die Fotos genauer ansehen.

Ellery Lake

Dana Fork

Die Landschaft entlang des Tioga Pass

Der Blick ins Yosemite Valley von der Pohono Bridge

Sentinel Dome

Nach einer (sehr) kleinen Wanderung (45 Minuten) am Tuolumne Grove haben wir am Bridalveil Fall (Brautschleier Wasserfall) Halt gemacht. Keine 5 Gehminuten vom Parkplatz entfernt (richtig amerikanisch halt) erreicht man über einen kleinen Trail (Fußweg) den Wasserfall. Der Name Bridalveil ist gut getroffen, da das Wasser beim Auftreffen auf die Steine wie wallender Tüll aussieht. Die gesamte Umgebung ist leicht nass und die Luft ist voller Wassertröpfchen. Leider ist das (wie so vieles) mit der Kamera nicht wirklich einzufangen...

Bridalvail Fall vom Parkplatz aus

Die Umgebung des Bridalveil

Nach dem Bridalveil Fall sind wir weiter ins Yosemite Valley nach Yosemite Village gefahren. Nach zum Glück recht kurzer Suche am Parkplatz haben wir uns auf den Weg zum Yosemite Fall Trail gemacht. Von dort aus sieht man den Lower Yosemite Fall. Auch dieser liegt in malerischer Umgebung und scheint direkt aus den Steinen zu entspringen.

Umgebung vom Yosemite Village zum Fall Trail

Lower Yosemite Fall

Wieder Mal: Philip & Angy @ Yosemite Falls

Es gäbe noch dutzende wunderschöne Fotos vom Yosemite Nationalpark. Nicht nur die einzelnen Aussichtspunkte, auch die Fahrt an sich ist einfach atemberaubend.Wo man hinsieht entdeckt man wunderschöne Landschaften. Zitat:"Das ist so kitzschig, dass mir schon fast schlecht wird :-)"

Eine lustige Anekdote: Im Nationalpark haben Philip und ich als Snack einen Apfel gegessen. Ein (anscheinend amerikanisches) Pärchen ist uns entgegengekommen und sie meint zu ihm:"Look, they are eating an Apple - they are probably Europeans..." Sie haben wohl geglaubt wir hören oder verstehen sie nicht. Aber daran kann man ein bisschen die amerikanische Esskultur erkennen, es ist offensichtlich etwas besonderes jemanden einen gesunden Snack essen zu sehen. Grundsätzlich gilt: Essen ist recht teuer, außer man isst Fastfood. Bei Jack in the Box bekommt man zum Beispiel 20 Chicken Nuggets um $ 5,00 (das sind grad mal € 4,00). 300 g frisches Brot bekommt man von $ 4,00 bis $ 7,00.

Die Fahrt vom Yosemite nach Monterey war nicht so beeindruckend. Die ersten 40 Meilen waren sehr hübsch und sind noch durch die Ausläufer des Nationalparks gegangen. Danach war die Strecke ziemlich langweilig und ging durch peripheres Gebiet. Recht flach, sehr öde und trostlos. Die letzten 20 Meilen waren dafür am berühmten Higway #1 direkt an der Westküste der USA.

Einer der interessanteren Punkte: Nahe El Nido ist die gesamte Umgebung weizengold und voller Black Angus Beef

Die Umgebung von Los Banos ist von Ackerbau und Obstplantagen geprägt

Nach gut 4 Stunden Fahrt sind wir im Monterey Surf Inn angekommen, einem spontan online gebuchten Motel um $ 50 pro Nacht und Zimmer. Das Hotel liegt etwa eine Meile vom Stadtzentrum entfernt und ist wirklich hübsch. Die Zimmer und vor allem das Badezimmer sind schön eingerichtet und ausgestattet. Wir sind wieder einmal sehr positiv überrascht.

Nach dem Check-in haben wir uns auf den Weg zum Hafen gemacht (zugegeben: mit dem Auto). Dort sind wir den Pier entlang bis zu Fischerman´s Wharf (ja, es gibt auch einen in Monterey) gegangen. Nachdem wir die dort lebenden Tiere bewundert und ausgiebig fotografiert haben, ging´s auf die Suche nach nicht zu überteuerten Fisch n´ Chips. In einem Bistro sind wir dann auch um $ 7,50 fündig geworden (im Gegensatz zu $ 13,00 bis $ 27,00). Die Kabeljau Fish n´ Chips waren auch für mich als nicht so fischbegeisterten wirklich lecker, der Backteig knusprig und nicht fettig. Nach ekeligen Erfahrungen in GB (Essig über dem Fisch und den Pommes) würde ich mir jetzt Fisch n´ Chips auf jeden Fall wieder bestellen.

Eine ganze Seelöwenkolonie (~15 Tiere) lebt im Hafen

Wir haben sogar einen Hai gesehen - nein Scherz, ist nur ein schwimmender Seelöwe

Auch ein Otter hat seine Runden gedreht

Fisch n´ Chips

Der Pier bei Nacht
Es ist wieder einmal kurz vor 24:00 h und ich sollte schön langsam ins Bett kommen. Morgen ist jedoch nicht ganz so ein Zeitdruck. Wir fahren den Highway #1 bis Carmel by the Sea und müssen frühestens um 15:00 h in San Francisco sein (ca. 115 mi = ca. 185 km = ca. 2 Stunden ohne Aufenthalte).

Liebe Grüße und gute Nacht / guten Morgen aus Monterey, California, USA.

Dienstag, 29. Mai 2012

Death Valley - Lone Pine - Mammoth Lakes

Von "Beware of the Rattlesnakes" bis "Beware of the Blackbears"
Von 100°F bis "Hey, ich habe Schnee in meinem Schuh"
Von "Hast du dich schon mit Sonnencreme eingeschmiert?" bis "Darf ich mir deine Kaputzenjacke ausborgen?"
All das in nur einem Tag!!!!

Heute 09:00 h sind wir von Beatty durch das Death Valley Richtung Mammoth Lakes aufgebrochen. Den halben Weg durch das Death Valley kannten wir schon vom Vortag, die zweite Hälfte war jedoch neu für uns. Und wieder hat uns das Death Valley mit der Landschaft überrascht. Statt schroffen Felsen sind wir diesmal vor sandigen Dünen gestanden.

Wüste im Death Valley

Fahrt durchs Death Valley

Nach 2 1/2 Stunden Fahrt haben wir Lone Pine erreicht. Laut unserem Reisebuchführer sind die Alabama Hills in Lone Pine ein echter Geheimtipp. Da noch genug Zeit war, haben wir uns die Alabama Hills angesehen. Und ich muss sagen: Es hat sich wirklich (!) gelohnt. Keine 5 Minuten vom Highway entfernt hat sich eine sagenhafte Landschaft ausgebreitet. Wieder groteske Gesteinsformationen in einer wahnsinns Landschaft. Im Lone Pine Visitor Center wurde uns die Fahrt über den Turtle Creek Drive und den Movie Road empfohlen (und wir wurden dort eindringlich vor Klapperschlangen gewarnt). Am Ende des Movie Road sind wir ein paar Minuten den Arches Trail entlanggewandert.
Lone Pine

Alabama Hills

Alabama Hills @ Turtle Creek

Alabama Hills @ Turtle Creek

Alabama Hills @ Turtle Creek

Alabama Hills @ Turtle Creek

Alabama Hills @ Turtle Creek

Arche @ Movie Road
Weitere 2 Stunden Autofahrt später sind wir in Mammoth Lakes angekommen. Nachdem wir in unserem Hotel Austria Hof  eingecheckt haben, sind wir auch schon in Richtung der Seen gefahren. Nach einer Sightseeingfahrt durch den Twin-Lake-Loop-Drive haben wir am Horseshoe-Lake geparkt und sind den See entlanggegangen. Am Seeufer stehen tote Bäume, die auf Grund von vulkanischen Gasen im Boden erstickt sind.
Heute war Memorial Day in den USA - es waren noch mehr Flagen zu sehen als sonst

Austria Hof @ Mammoth Lakes

Austria Hof

Fast schon zu kitschik: der Blick auf den Mamie Lake

Ausblick auf die Twin Lakes

Upper Lake

Das obligatorische Philip & Angy Foto
Twin Lakes

Twin Lakes
Der gruselig anmutende Horseshoe-Lake

Horseshoe Lake

Im Wald Rund um die Seen war teilweise noch Schnee

Der krönenden Abschluss dieses wunderbaren Tages waren ein 3-Gänge-Menü: Caesar´s Salad *** Black Angus Beef Steak *** Vanilla Ice Cream und ein Bad im Outdoor Hot Tub.

Es ist jetzt bald 22:00 h und morgen geht´s früh los Richtung Yosemite Nationalpark.

Standort: Mammoth Lakes, California, USA

Montag, 28. Mai 2012

Death Valley

Nach einer angenehmen Nacht in Las Vegas sind wir um 10:00 h ins Las Vegas Premium Outlet aufgebrochen - ein bisschen shopping muss drin sein :-)

Vom Outlet bis ins Death Valley waren es dann nur noch knapp 2 Stunden fahrt. Unser online gebuchtes Motel Death Valley Inn hat mich sehr positiv überrascht.

Death Valley Inn


Um 16:30 h sind wir dann von unserem Quartier zum Golden Canyon aufgebrochen. Dort kann man ein einen kleinen Weg entlangspazieren um von dort aus die Umgebung zu bewundern.

Philip & Angy im Golden Canyon

Golden Canyon
Nach dem Spaziergang (Wanderung wäre übertrieben) sind wir für den Sonnenuntergang zu Zabriskies Point gefahren. Alleine die Fahrt dorthin ist sehenswert. Von dem Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick über den Golden Canyon und die Berge im Hintergrund.
Auf dem Weg zum Zabriskies Point

Philip & Angy bei Sonnenuntergang @ Zabriskies Point

Sonnenuntergang im Death Valley

Der ausgewaschene Seeboden

Die Berge in der Umgebung
Death Valley ist der tiefste Punkt in den USA. Wir waren auf bis zu -250 ft. Das Valley war früher von einem See bedeckt, der dann allerdings ausgetrocknet ist. Durch einige Erdbeeben wurde der Boden verschoben und die verschiedenen Schichten freigelegt. Der Regen hat dann einige Schichten ausgewaschen und so entstanden die verrückten und surreal wirkenden Formen.


Heute geht es Richtung Yosemite Nationalpark. Unser Hotel Austria Hof liegt in Mammoth Lakes, zu dem es 5 Stunden Fahrt sind. Von dort aus sind es nochmal 2 Stunden in den Yosemite. Wir werden also heute nur nach Mammoth Lakes fahren und morgen dann weiter in den Yosemite.

Standort: Beatty, Nevada, USA

Las Vegas

Erst heute, 27.05. haben wir wieder (gratis) Internetzugang darum reiche ich den gestrigen Tag nach:

Gestern hatten wir unser letztes Frühstück in Sun City. Zum Abschied hat Barbara groß aufgekocht: Bacon & Eggs, Hashbrowns, Grapefruit und Kaffee. Die Grapefruit habe ich von Barbaras Baum gepflückt.
Angelika beim Grapefruitpflücken

The Last Breakfast @ Sun City

Nach dem Frühstück ging´s zum Phoenix Airport um unser Auto abzuholen. Statt dem gebuchten Kleinwagen Chevrolet Aveo wurde es ein um einiges geräumigerer Kia Soul. Schon ging es los Richtung Las Vegas. Während der Fahrt ging mehrmals die Reifendruck-Kontrollleuchte an. Nachdem wir jedes Mal unsere Reifen kontrolliert haben, wurde beschlossen, dass es sich um eine Macke des Autos handelt. Und dem ist auch so. Wir sind problemlos bis Las Vegas gekommen und heute quer durch das Death Valley gedüst (dazu im nächsten Post mehr).

Kia Soul
 Nach guten 4 Stunden Fahrt haben wir den Hoover Staudamm erreicht. Nach einer Auto-Sightseeingrunde um und über den Damm und ein paar Fotos vom Besucherparkplatz sind wir auch schon weitergefahren. Es waren Unmengen an Leuten unterwegs und so brennend hat uns das Innere des Staudamms auch wieder nicht interessiert.
Das obligatorische Philip & Angy Foto, hier vor dem Hoover Staudamm
 Mit dem Anfangslied von Hangover sind wir knappe 45 Minuten später in Las Vegas angekommen. Das Hotel LVH (Hilton) war schnell gefunden. Nachdem wir unser Auto beim Selfparking (im Gegensatz zu Parkservice) abgestellt und die Lobby gefunden haben, mussten wir uns in der Check-in Schlange anstellen. Eine halbe Stunde später hatten wir "schon" unsereren Zimmerschlüssel in der Hand. Das Zimmer im 19. Stock war nett und sauber. Lange haben wir uns nicht darin aufgehalten denn schon sind wir mit der Monorail ans andere Ende des Strip gefahren. Der Strip war, so wie es sich für Las Vegas gehört: viele Menschen, grelle Lichter und an jeder Ecke werden Flyer für naked girls verteilt. Ganz Las Vegas hat sich dem Vergnügen verschrieben. Mir kommt vor, als könnten hier die prüden Amis das ausleben, was sonst verpönt oder verboten ist. Für uns Europäer hat es nichts besonderes auf der Straße zu rauchen oder Alkohol zu drinken. Auch Sexualität wird nicht so tabuisiert (ich denke da an Amsterdam oder Hamburg). Das ganze kommt mir vor wie eine große Touristenfalle, nur das die meisten Touristen Amerikaner sind.

Wirklich gut hat mir die musikbegleitete Wassershow vor dem Bellagio gefallen.
Philip & Angy vor dem Bellagio
Philip & Angy im Caesar´s Palace Hotel

Nachdem wir den Haupt-Strip (MGM Grand bis Circus-Circus) entlanggewandert sind, haben wir uns im Palazzo-Restaurant I (love) Burgers einen der geliebten Burger gegönnt. Als Nachspeise gab es dann Margarita...
ich mit 36 OZ (ca. 1 L) Margarita
Das war auch schon unser Abend in Las Vegas. Heute waren wir im Death Valley, dazu schreibe ich allerdings erst morgen den Post. Jetzt ist es schon nach 23:00 h, es war ein anstrengender Tag und morgen wird bestimmt auch wieder einiges los sein (Yosemite NP).

P.S.: Happy Birthday to Wolfgang!!!!

Die Standortangabe funktioniert leider immer noch nicht.
Standort: Beatty, Nevada, USA